Gemeinschaft

20.07.2025

In der Ferienzeit erlebten die Gemeinden Zug und Immensee am 20. Juli 2025 einen Gottesdienst durch Apostel Christophe Domenig. Eine familiäre Stimmung und die Nähe des Apostels zu Gott war spürbar.

Der Predigt diente der Bibeltext aus Lukas 15, 5.6 als Grundlage: «Und wenn er’s gefunden hat, so legt er sich’s auf die Schultern voller Freude. Und wenn er heimkommt, ruft er seine Freunde und Nachbarn und spricht zu ihnen: Freut euch mit mir; denn ich habe mein Schaf gefunden, das verloren war.»

Der Text des Chorliedes «Herr, ich möchte dir gehören, komm in mein Herz» inspirierte den Dienstleiter zu den Fragen: «Ist unser Herz offen für das Wort des Herrn? Ist es unser inniger Wunsch, von Gott berührt zu werden? Haben wir uns geheiligt? Wollen wir Gott erleben? Dazu betonte er, es liege an uns, Gott deutlich zu erleben.

Menschen haben oft gesundheitliche Probleme, aber erwähnen diese aus Angst beim Arzt nicht. Der Wunsch des Apostels ist, dass wir dem lieben Gott alles sagen und unser Herz ganz öffnen können. Besonders, wenn wir einmal nicht glauben können, sollten wir dem lieben Gott unser Herz öffnen. Dazu erwähnte er das Bibelwort aus Weisheit 16, 12. «Denn es heilte sie weder Kraut noch Pflaster, sondern dein Wort, Herr, das alles heilt.» Bereits im Gebet kam zum Ausdruck, dass uns Seele und Geist immer wichtig erscheinen sollten. Pflaster sind äusserliche Dinge.

 Merkpunkte aus der Predigt

Das geschilderte Gleichnis handelt von 99 Schafen und einem, das verschwunden war. Man könnte denken, es sei eine Zumutung, die 99 Schafe allein zu lassen. Die Juden machten Jesus auch den Vorwurf, er nehme sich der Verlorenen und Randständigen an. Menschen sind oft unzufrieden, können jedoch die Sünden – selbst kleine Alltagssünden – nicht lassen. Gott lässt uns nie im Stich, auch wenn wir ganz am Rande stehen.

  • Heute ist Gnadenzeit - nutzen wir sie. Sie gilt besonders auch für Seelen, die noch nie vom Evangelium Jesu Christi gehört haben. Wir aber kennen den Gott der Liebe, betonte der Apostel.
  • Die Zeit des Gesetzes und der Angst, wie im Alten Testament beschrieben, ist vorbei. «Gott will dir Frieden und Freude schenken. Du musst dies nur mit ganzem Herzen annehmen.»
  • Es gibt Menschen, die das Evangelium kennen, sich jedoch bewusst davon abwenden. Für sie wollen wir beten. Wir alle - unabhängig ob Geistliche oder nicht - wollen uns auch um die gesunden Schafe kümmern.
  • Den Hirten – den Seelsorgenden – ist oft nicht alles bekannt. Deshalb ist die Gemeinschaft und das Miteinander in der Gemeinde wichtig. Mögen wir ein Herz für das Nächste haben und die Türen offenhalten.
  • Sind wir uns bewusst, dass wir auch zu den «verlorenen» Schafen zählen könnten – ohne Vergebung, Glauben und Gemeinschaft.

Bemühen wir uns um die Gemeinschaft und freuen wir uns daran. Freuen wir uns auch in Dankbarkeit über das Opfer Jesu, das er für uns gebracht hat. Wird uns diese Aussage zu viel? Können wir sie kaum mehr hören? Entwickeln wir uns im Glauben, und gehen auf Menschen zu, denen es nicht gut geht. Bieten wir ihnen unsere Hilfe an und beten für sie.

Im Predigtbeitrag eines Gemeindevorsteher und des Bezirksvorstehers wurde den Gläubigen nahegelegt, dass sie sich der Gnadenzeit bewusst sein und sich über die Gemeinschaft freuen sollen. Was belastet möge losgelassen werden. 

Zur Einstimmung auf die Sündenvergebung und die Feier des Heiligen Abendmahls gab der Dienstleiter eine Frage von Stammapostel Fehr an die Anwesenden weiter: Haben wir uns schon überlegt, ob wir Dankesschulden bei Gott haben?