Sagt Dank dem Vater ...

14.05.2025

Apostel Matthias Pfützner besuchte die Kirchengemeinde Reutte in Tirol zum Wochengottesdienst am 14. Mai 2025. Schwerpunkt an diesem Abend war der Impuls, Gott dankbar zu vertrauen anstatt nur zu bitten. Dann ist in Gottes Liebe das Geschenk des ewigen Lebens erkennbar und ein Leben mit Hoffnung, Freude und innerer Freiheit möglich.

Geduldig warteten die Teilnehmenden in der Kirchengemeinde Reutte an diesem Mittwochabend und freuten sich sehr, dass der Apostel wohlbehalten ankam und der Gottesdienst mit einer kleinen Verzögerung beginnen konnte. 
Grundlage der Predigt war ein Bibelvers aus dem Kolosserbrief 1, 12: „Sagt Dank dem Vater, der euch tüchtig gemacht hat zu dem Erbteil der Heiligen im Licht.“ Apostel Pfützner lud dazu ein, die eigene innere Haltung zu hinterfragen: Was erwarten wir, wenn wir dem allmächtigen Schöpfer begegnen - im Gottesdienst, im Gebet, im Alltag? Statt mit Wunschzetteln vor Gott zu treten, sind wir eingeladen, auf der Beziehungsebene der Dankbarkeit mit ihm zu leben. 

Die Predigt beinhaltete drei Schwerpunkte:

1. Dank statt Bitten:
Wer lernt, Gott einfach zu danken – ohne Forderungen – wird innerlich verändert. Beziehungen, auch die zu Gott, vertiefen sich durch Dank. Dankbarkeit führt zu mehr Freude, zu mehr Nähe und zu einer offeneren Erwartung des Wirkens Gottes – auch jenseits unserer Vorstellungen.

2. Gottes Geschenk annehmen:
Das „Erbteil der Heiligen im Licht“ ist kein Lohn für gute Taten, sondern ein Geschenk Gottes aus seiner Gnade. Wir müssen dieses Geschenk nicht verdienen – nur annehmen. Gott sagt: „Du bist mein Kind.“ Er ist kein Erbsenzähler, sondern ein liebender Vater, der uns einlädt, in seiner Nähe zu leben – jetzt schon und in der Ewigkeit.

3. Hoffnung auf das Licht:
Christen gehen nicht ins Dunkel, sondern „nach Hause“ – ins Licht, in die Gemeinschaft mit Gott. Diese Hoffnung gründet in Ostern: Christen sind Erben der Auferstehung Jesu. Wer das versteht, lebt nicht in Angst oder aus bloßer Pflicht, sondern mit Vertrauen und Vorfreude.

Zum Abschluss machte der Apostel noch einmal deutlich: "Sagt mit Freuden Dank dem Vater." Denn wir sind geliebt, beschenkt, und auf dem Weg nach Hause. Das verändert alles - heute und für immer.

Evangelist J. Hillen und Priester J. Kätzler unterstrichen in ihren Predigtbeiträgen die Ausführungen des Apostels. 

Heiliges Mahl
In der Vorbereitung auf das Heilige Abendmahl ging Apostel Pfützner noch einmal darauf ein, dass Gott uns oft unerwartet begegnet - manchmal mitten in Enttäuschung oder Stille. Wer sein Herz öffnet und sagt: „Herr, dein Wille geschehe“, auch wenn es nicht dem eigenen Wunsch entspricht, erfährt tiefere Nähe zu Gott. Diese Haltung der Dankbarkeit und Offenheit macht uns empfänglich für Gottes Liebe. Das Abendmahl wird so zum Ausdruck der Sehnsucht nach Jesus und zur Feier der innigen Gemeinschaft mit ihm.