Bischof Tiran Petrosyan, der Vorsitzende des ÖRKÖ, betonte, dass der Glaube kein
theoretisches Wissen, sondern gelebte Hoffnung sei: "Jesus hat gelitten - für uns, mit uns,
in dieser Welt. Seine Auferstehung ist mehr als ein Wunder der Vergangenheit. Sie ist der
Beginn von etwas Neuem, das heute unsere Herzen verändern kann."
Der Apostolische Administrator der Erzdiözese Wien (römisch-katholische Kirche), Josef Grünwidl wies in seinem Impuls darauf hin, dass es Aufgabe aller christlichen Kirchen ist, die theologische Formel von Nicäa "neu zu
erzählen, aufzuschlüsseln und auch ins Leben der vielen Menschen hinein zu übersetzen, die mit dem Gott der Bibel noch nichts oder nichts mehr anzufangen wissen".
“Jesus ist nicht nur eine göttliche Idee, sondern er hat Fleisch angenommen. Gott ist gekommen, um uns nahe zu sein. Er ruft uns auf, ihm zu vertrauen, seine Liebe anzunehmen und sie weiterzugeben“, so die evangelische Oberkirchenrätin Ingrid Bachler.
Die altkatholische Bischöfin Maria Kubin machte auch auf die Aufgaben der Chrten aufmerksam: “ Als Volk Gottes sind wir gemeinsam berufen, Propheten zu sein und die frohe Botschaft zu verkünden, dass Gott unser Freund ist. Der Geist Gottes ist dabei mit uns
und erfüllt uns.
Pastorin Esther Handschin von der evangelisch-methodistischen Kirche wies auf die jüdischen Wurzeln des Christentums hin: “In seinen Geschichten und Gleichnissen hat Jesus von Gott als einem liebenden Vater erzählt, der sich besonders um die Menschen kümmert, die schwach oder benachteiligt sind“.
Erstmals war auch die Neuapostolische Kirche, welche im ÖRKÖ Mitglied mit beratender Stimme ist, zur Mitwirkung an einem solchen, im Fernsehen übertragenen Gottesdienst eingeladen.
Dieser Gottesdienst kann im Religionsangebot des ORF nachträglich miterlebt werden.