Die Hilfe fehlt nicht, denn wir haben das Heil Gottes

09.04.2025

Die Gemeinde Biel-Bienne erlebte am Mittwoch, 9. April 2025, einen stärkenden Gottesdienst, gehalten von Apostel Christophe Domenig. In diesem Gottesdienst wurde für die Gemeinde ein junger Diakon ordiniert.

Apostel Christophe Domenig diente der zweisprachigen Gemeinde Biel-Bienne mit dem Wort aus Psalm 13, Vers 6; «Ich traue aber darauf, dass du so gnädig bist; mein Herz freut sich, dass du so gerne hilfst. Ich will dem HERRN singen, dass er so wohl an mir tut.»

Zu Beginn des Predigtteils stellte er den Gottesdienstteilnehmern die Frage, wie es ihnen geht, wenn sie in der Nähe Gottes sind und ob sie diese Nähe noch verspüren. Falls man die Nähe Gottes nicht mehr so verspüren kann, ist es vielleicht nötig, sich umzudrehen und sich wieder nach ihm auszurichten, so der Apostel.

Der Apostel wies die Gemeinde darauf hin, dass das verwendete Bibelwort in Deutsch und Französisch nicht ganz deckungsgleich übersetzt sei. Während sich der Psalmist in der deutschen Übersetzung über die Hilfe Gottes freut, geht es in der französischen Übersetzung um das Heil Gottes.

Oft könnten wir die Frage im Herzen haben, weshalb uns Gott nicht hilft. Wenn wir uns jedoch – wie in der französischen Übersetzung des Bibelworts – über das Heil Gottes freuen, vermissen wir nichts, denn Gott hat uns das Heil bereits gegeben. Und mit diesem Bewusstsein, dass uns nicht die Hilfe fehlt, sondern positiv gesehen, wir das Heil von Gott haben, können wir uns aus mancher Sackgasse bewegen und können Gedanken oder Aktionen, welche uns von Gott trennen, überwinden.

Bischof Thomas Wihler ergänzte in seinem Predigtbeitrag, dass wir uns wohl manchmal etwas schwer tun mit dem Loben und Preisen – zum Beispiel dann, wenn es uns von aussen auferlegt wird und es für uns wie eine Pflicht wirkt. Hier ist aber das Herz angesprochen.  Das Loben und Preisen Gottes soll keine Pflicht sein, wie es bei weltlichen Aufgaben manchmal der Fall ist.

Das Lobpreisen Gottes gelingt uns dann, so der Bischof weiter, wenn wir darauf vertrauen und eine innere Überzeugung haben, dass Gott gut ist und es seinem Willen entspricht, dass es uns gut geht. «Bei Gott hat jeder Tag einen Sinn und es hat einen Grund, dass du diesen Tag erlebst. Dann kann sich das Herz freuen, weil er gnädig ist und uns gut tut.»

Nach der Feier des Heiligen Abendmahles wurde für die Gemeinde ein Diakon ordiniert. Die versammelten Gläubigen freuten sich mit dem Apostel über die Bereitschaft des jungen Glaubensbruders, das Amt des Diakons zu übernehmen.

Im Anschluss an den Gottesdienst waren alle Anwesenden zu einem kleinen Imbiss eingeladen, bei dem mancher Gedanke ausgetauscht und die Gemeinschaft gepflegt werden konnte.