Die Gedichte von Friedrich Walti, humorvoll kritisch den Zeitgeist betrachtend und voll bodenständiger Lebensweisheit, ergänzten sich mit einem Strauss instrumental vorgetragener Lieder. Aus dem neuapostolischen Chorbuch waren es beispielsweise das Lied "Neunundneunzig Schafe" von Emanuel Gohle oder das Lied "Herr, du hast mein Flehn vernommen" von Franz Schubert. Neben bekannten Stücken von Johann Sebastian Bach, Georg Friedrich Händel und Dmitri Schostakowitsch wurden auch gälische Lieder wie "Children of Lir" oder der Spiritual "Go down Moses" gespielt. Bei den Gedichten machten schon die im Programm angekündigten Titel neugierig. So zum Beispiel "Seele-Wärmer", "De Sinn vom Läbe", "Buure Sundig", "Darfsch der Wält ned d'Liebi chönde" oder "Dis Rich söll cho ..."
"Dis Rich söll cho", mer bäte so
und dänke nüt mer dumme Lüt.
S'darf gar nüt gscheh, mer wänd vel meh, als Gottes Rich.
Mer bäte glich ganz eifach so "dis Rich söll cho",
doch jo ned z'gli, das gsesch doch i.
Friedrich Walti (1933 - 2011)
Der Anlass wurde mit einem einfachen Apéro mit Speck-Zopf und Most abgerundet. Die Kollekte, die für die Musikerinnen und Musiker eingegangen ist, darf an die Stiftung NAK-Humanitas überwiesen werden.