Karfreitag mit Bezirksapostel Zbinden

07.04.2023

Weihnachten nennt man das Fest der Liebe. Eigentlich sollte der Karfreitag als das Ereignis der Liebe bezeichnet werden. Aus Liebe zu allen Menschen hat Jesus Christus das grosse Opfer am Kreuz gebracht. Was gibt es Grösseres?

Die Gemeinde Wil freute sich schon lange auf den Besuch des Bezirksapostels Jürg Zbinden an diesem Karfreitag. Zusammen mit den eingeladenen Gemeinden Uzwil und Wattwil waren wir eine grosse Festgemeinde.

Bereits in der Sakristei durften die Amtsträger den Bezirksapostel nahe erleben. Für das Foto setze er sich mitten unter die Brüder. Auch die Kinder im Nebenraum begrüsste er vor dem Gottesdienst und sorgte für strahlende Augen.

Zu Beginn hat der Chor – die Sängerinnen und Sänger der drei Gemeinde zusammen – das Lied „Kennst du den Freund“ (CM 335) gesungen. Der Bezirksapostel stellte die Frage: „Kennen wir den Freund Jesus wirklich?“ Wir lernen ihn doch immer noch näher kennen. Darum sind wir hier im Gottesdienst.

Als Einstimmung zum Karfreitagsgeschehen las die Diakonin der Gemeinde Wattwil die Bibellesung aus Lukas 23, 13-25.

Der Apostel Paulus hat sich manchmal etwas schwer verständlich ausgedrückt. So auch in diesem Bibelwort.

Denn die Liebe Christi drängt uns, da wir erkannt haben, dass einer für alle gestorben ist und so alle gestorben sind. Und er ist darum für alle gestorben, damit die da leben, hinfort nicht sich selbst leben, sondern dem, der für sie gestorben ist und auferweckt wurde. (2. Kor. 5, 14.15)

Entscheidend ist zu wissen, dass wir ein solches Opfer, wie es Jesus Christus gebracht hatte, selbst nicht bringen müssen. Er lässt uns an seinem Verdienst teilhaben. Man kann sich das so vorstellen, wie jemand, der in der Schule sehr gut in Mathe ist und die Bestnote 6 geschrieben hat, dem Schüler, welcher gerade mal eine Note 3 schaffte, seine gute Prüfung schenkt und er die Note 6 erhält.

Es ist aber unsere Aufgabe die Sünde in unserem Leben zu erkennen. Wir bekommen die Hilfe, um gegen die Sünde zu kämpfen. Leben wir das Gebot der Liebe und der Glaube an die Gnade durch das Opfer, welches Jesus für alle Menschen gebracht hat.

Der Bezirksevangelist wies in seinem Mitdienen auf das Kreuz hin. Er betonte die Bedeutung beider Balken. Der Senkrechte verbindet die Erde mit dem Himmel, der Waagrechte symbolisiert die ausgestreckten Arme, der Segen Gottes und die Gnade für alle Sünder.