30. Mai 2021 - Bischofsbesuch

30.05.2021

Unser Bischof, Thomas Wihler, besuchte an diesem Sonntag die Gemeinde. Der sonnige Frühsommertag war nicht nur natürlicherweise sicht- und spürbar, sondern die Gnadensonne leuchtete während dem Gottesdienst aus dem Dienen des Heiligen Geistes in jede Seele.

Der Bischof diente mit einem Wort aus Apostelgeschichte Kapitel 1, Vers 8 „..aber ihr werdet die Kraft des Heiligen Geistes empfangen, der auf euch kommen wird, und werdet meine Zeugen sein in Jerusalem und in ganz Judäa und Samarien und bis an das Ende der Erde“.

Zu Beginn seines Dienens ging der Bischof auf die vergangenen Festtage (Palmsonntag, Karfreitag, Ostern, Himmelfahrt, Pfingsten) ein. Er hat die Tage in diesem Jahr besonders durch sein Herz ziehen lassen und das Geschehen in die Tiefe beleuchtet und betrachtet. Jeder dieser Tage hat sein ganz besonderes Gepräge. Jesus schaffte Neues aus dem Nichts. Er tat Zeichen und Wunder bis zu seiner Auferstehung an Ostern. In der Zeit zwischen Ostern und Himmelfahrt, hat er keine sichtbaren Wunder gezeigt. Und doch waren die Wunder vorhanden, jedoch im Verborgenen, für die damaligen Gläubigen nicht mit dem Auge sichtbar, sondern spürbar im Geiste. Je mehr sich die Gläubigen nach Jesu ausgerichtet haben, konnten sie ihn erleben, wie er wirkt. Etwas was wir auch heute fühlen und erleben können, wenn wir in der Verbindung durch den Heiligen Geist seine Nähe suchen. Für die damaligen Apostel war es nicht leicht als Juden bei den Heiden einzukehren, jedoch stand ihnen Jesu zur Seite, so dass sie von einem Erleben zu andern geführt wurden (Beispiel: Petrus vor dem hohen Rat). Sie konnten Zeugnis bringen indem sie alte Traditionen abgelegt haben und nur das Heil in Jesu Christ gesucht haben. Auch wir wollen keine eigenen Grenzen setzen, sondern uns nach dem Heil Jesu Christ ausrichten, denn in uns fängt es an. Wir wollen in unseren Herzen keine eigenen Grenzen aufstellen, die uns hindern könnten, Zeugnis zu bringen. Wir wollen Zeugen sein von dem, was wir glauben. Das Unsichtbare soll wirksam sein, wie bei einem Brautpaar: Dieses ist sichtbar, jedoch die gegenseitige Liebe nicht. Unser Vorsatz soll sein: mit Gott leben, Vertrauen in Jesu Christi und unsern himmlischen Vater, Gott lieben und dem Herrn dienen, sichtbar und unsichtbar, wie der Heilige Geist auch wirkt.

Der Gottesdienst, der wiederum musikalisch umrahmt wurde, endete nach der Sündenvergebung und der Feier des heiligen Abendmahls in grosser Dankbarkeit und einem freudigen Ausblick in die Zukunft. Jesus Christus in uns und damit auch der Vater und der Heilige Geist.