Der Dienstleiter griff als Einstieg einige Aussagen aus dem ausdrucksstark vorgetragenen Lied des Gemeindechores auf. Er stellte die Fragen: „Bin ich wirklich bereit, das zu tun, was der Chor gesungen hat? Lasse ich mir meinen Weg von Gott weisen und handle ich dann auch danach? Können wir im Rückblick auf unser Leben bezeugen: Ich habe jedes Mal so gehandelt, jedes Mal – ohne Wenn und Aber?" Vielleicht können wir Gründe nennen oder vorschieben, wenn wir den Weg als zu schwer empfinden. Worte sind schnell gesagt oder gesungen – handeln wir danach! In Gottesdiensten werden uns Impulse geschenkt, die wir auch umsetzen wollen. Das führt uns in einer Entwicklung näher zu Gott.
Der Bischof schilderte die Verhältnisse zur Zeit Jesu, als eine Stadt grosse Tore hatte, die vor allem nachts geschlossen waren. Daneben gab es kleine Durchgänge.
Mit diesem Bild erläuterte der Geistliche einige Punkte zum Bibelwort:
- Mit den Worten „geht hinein“ ist die Aufforderung verbunden, etwas zu tun. Das Wort Gottes und die Impulse daraus sollen wir aufnehmen und umsetzen, also aktiv werden!
- Das grosse Stadttor wirkt einladender als die kleine Pforte daneben. Was wirkt für uns einladender? Entscheidend ist, wohin der Weg nach dem Eingang führt. Hinter der engen Pforte ist der Weg oft beschwerlicher, weil damit der Prozess verbunden ist, sich selbst zu verändern und Jesus immer ähnlicher zu werden.
- Wir wissen um das Ziel, zu dem der Weg hinter der engen Pforte führt. Allerdings sehen wir dieses im Alltagsgeschehen oft nicht, denn viele schöne und angenehme Dinge lenken uns manchmal ab. Viele schöne Dinge dürfen wir tatsächlich erleben. Die Frage ist, welche Wichtigkeit sie in unserem Leben einnehmen.
- Es gilt immer wieder zu prüfen, ob ich auf dem von Jesus vorgegebenen Weg bin. Steht das Ziel des Glaubens noch im Zentrum meines Lebens? Gehe ich diesen Weg noch und folge Jesus nach?
- Es ist Gnade, dass wir von diesem Weg erfahren haben, es bleibt jedoch eine persönliche Entscheidung, ob wir ihn gehen wollen.
- Hilfreich ist auch, wenn man sich an den bisherigen Weg erinnert, feststellt, wie viele gute Erfahrungen man machen durfte. Wir sind dankbar dafür und entscheiden uns, den Weg weiterzugehen. Wenn Herausforderungen auftauchen, wissen wir um den Beistand Gottes, welcher hilft zu tragen und Veränderungen herbeiführen kann.
- Die Gewissheit der Liebe und der Begleitung durch Jesus gibt uns Sicherheit in unseren Entscheidungen.
- Jesus ist durch eine sehr enge Pforte gegangen, als er am Kreuz gestorben ist – aus Liebe zu uns. In der Sündenvergebung und im Heiligen Abendmahl dürfen wir diese Liebe erfahren. Was fühlen wir dabei? Empfinden wir die innige Beziehung zu Jesus?
In unseren Entscheidungen, unserem Denken, unserem Verhalten versuchen wir, auf dem Weg, der nach der engen Pforte folgt, zu bleiben und das Ziel anzustreben.
In seinem Predigtbeitrag führte der Bezirksevangelist an, wie in Leiden mit Tränen eine tröstliche Kraft entsteht, wenn wir das Glaubensziel anstreben. Er empfahl den Zuhörenden, die Gnadengaben Gottes zu erkennen und an die zugesagte Hilfe zu glauben. Wer aus tiefem Herzen glaubt, darf das Wirken Gottes erleben.
In der Vorbereitung auf die Feier des Heiligen Abendmahles beschrieb der Bischof, wie wir in Gemeinschaft mit Glaubensgeschwistern auf dem Weg unterwegs sein dürfen. Er forderte auf, diese Gemeinschaft zu pflegen durch Anteilnahme und Achtsamkeit.
Nach der Sündenvergebung und der Feier des Heiligen Abendmahles beendete der Bischof den Gottesdienst mit Gebet und Segen.
Der Gemeindechor trug als Abschluss ein freudiges Loblied vor.