Wie ist dein Beziehungsstatus zu Jesus?

04.05.2025

Apostel Matthias Pfützner betonte in dem Gottesdienst mit Konfirmation am 04.05.2025 in der Kirchengemeinde Jenbach, dass eine tiefe Beziehung zu Gott auch schon in jungen Jahren möglich ist, weil Gott nie enttäuscht. Glaube braucht keinen Beweis, nur Vertrauen. Jesu Liebe trägt auch durch Zweifel.

Der Apostel beginnt den Gottesdienst mit einem herzlichen Willkommen an die Gemeinde und einem Hinweis auf die besondere Freude der Konfirmation. Es geht heute darum, eine tiefe und verbindliche Beziehung zu feiern – nämlich die Beziehung zwischen einem Menschen und Gott. Die Sehnsucht nach einer solchen tragfähigen und liebenden Beziehung, die Heimat schenkt, ist in jedem Menschen angelegt. Und die Gründe, warum man eine solche Entscheidung für eine Beziehung mit Gott schon in jungen Jahren treffen kann, gab der Apostel den Anwesenden mit auf den Weg:

  1. Gott enttäuscht nie. Während in menschlichen Beziehungen immer die Möglichkeit der Enttäuschung oder Verletzung besteht, ist es bei Gott anders: Er vergisst nicht, ist immer präsent, redet, hört, liebt ohne Unterbrechung. Deshalb kann man sich ihm in jedem Alter vertrauensvoll hingeben – auch als Teenager oder als alter Mensch.

  2. Es geht nicht um Perfektion, sondern um einen ernstlichen Vorsatz. Niemand kann Gott vollkommen treu sein oder jede Glaubensfrage ohne Zweifel durchstehen. Aber wer mit aufrichtigem Herzen sagt: „Ich will“, der darf sicher sein, dass Gott ihn nie verlässt – auch dann nicht, wenn man scheitert oder zweifelt.

Jeder ist eingeladen, sich neu Gott zu übergeben – trotz eigener Enttäuschungen oder Zweifel. Diese Übergabe braucht keinen perfekten Glauben oder vollständiges Verstehen. Es reicht, zu glauben. Glauben an die Auferstehung bedeutet nicht, alles naturwissenschaftlich zu verstehen – sondern es im Herzen anzunehmen. Übergib dich nicht einer Idee, sondern einem lebendigen Herrn, der erfahrbar ist - damals wie heute. Denn dieser Jesus lebt, begegnet uns heute noch - und diese persönliche Erfahrung ist stärker als jeder Zweifel.

"Wie ist dein Beziehungsstatus zu Jesus?", fragte Apostel Matthias Pfützner die Gemeinde. Ist die Beziehung lebendig, neu oder schon etwas erkaltet? Sich Jesus neu zu übergeben bedeutet, bewusst einen nächsten Schritt im Glauben zu gehen. Es soll nicht bei einem einmaligen Bekenntnis bleiben, sondern im Alltag sichtbar werden – z. B. durch einen Perspektivwechsel: weg vom ständigen Blick in den Spiegel (auf sich selbst) hin zum Blick durchs Fenster (auf andere). Der Apostel Paulus mahnt im Bibelvers Philipper 2, 4, der dem Gottesdienst zu Grunde lag: „Ein jeder sehe nicht auf das Seine, sondern auch auf das, was dem anderen dient.“ Wahre Christen leben nicht nur für sich selbst, sondern suchen Gelegenheiten, anderen Gutes zu tun – besonders den Einsamen oder Bedürftigen. Christsein zeigt sich im Alltag: durch Aufmerksamkeit für andere, durch kleine Gesten und echte Begegnung – in der Familie, Gemeinde und auch gegenüber Fremden. Es geht darum, nicht nur auf sich selbst zu schauen, sondern mit Jesu Blick auf andere.

Priesterin Marlies Seifriedsberger-Jeram rief in ihrem Predigtbeitrag dazu auf, den persönlichen „Status“ neu auszurichten – hin zu einer innigen Nähe zu Jesus. Trotz menschlicher Schwächen und Erfahrungen bleibt Gottes Liebe beständig. Der Bezirksvorsteher Christoph Egger betonte, dass die Liebe zu Jesus keine Zweckgemeinschaft sein soll, sondern eine echte, tiefe Beziehung. Selbst wenn Zweifel kommen, bleibt Gottes Liebe unverändert und trägt durch schwere Zeiten.

Zur Vorbereitung auf das Konfirmationsgelübde wurde ein selbstgeschriebenes und komponiertes Lied von zwei Jugendlichen vorgetragen, welches eine wunderbare Überleitung zur Segenshandlung war. Der Apostel gab der Konfirmandin die Bibelstelle Jesaja 43, 1 mit auf den weiteren Glaubensweg: "Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst; ich habe dich bei deinem Namen gerufen; du bist mein!"

Nach dem Gottesdienst konnten alle Teilnehmenden bei Kuchen und Getränken die Konfirmation gemeinsam feiern.