Woche 31 / 2024

30.07.2024

Eine Kirchendecke aus Arvenholz - das gibt es tatsächlich im Bezirksapostelbereich. Genau diese Kirche war an diesem Sonntagmorgen das Ziel der Reise, die zudem über einen Pass führte.

Ich will euch nicht länger auf die Folter spannen. Wenn man von Zernez im Engadin Richtung Süden fährt, führt die Ofenpassstrasse zunächst der Talseite entlang hoch über der Spölschlucht, weiter durch den schweizerischen Nationalpark auf die Passhöhe Süsom Givè, wo sich ein herrlicher Blick in das Val Müstair und im Hintergrund auf den fast 4000 Meter hohen Ortler auftut. Die östlichste neuapostolische Gemeinde der Schweiz befindet sich im Dorf Valchava. Im Tal wird der rätoromanische Dialekt «Jauer» gesprochen. Allegra! Bainvgnü (guten Tag, herzlich willkommen) sind denn auch die Begrüssungsworte.


In ein paar Spitzkehren und danach vielen langgezogenen Kurven schwingt sich die Strasse talwärts zu unserem Bestimmungsort. Mitten in der Häuserzeile am oberen Dorfende befindet sich unsere schmucke Kirche, ein richtiges Juwel. Die einheimischen Geschwister und etliche Feriengäste haben sich eingefunden, um die Gegenwart Gottes in Wort und Sakrament zu erleben. Zudem beehrt uns der kleine Frauenchor «Cor allegra» mit seiner Anwesenheit und erfreut uns mit seinen Liedvorträgen. Auch ein ad-hoc-Chor, eine Instrumentalgruppe und ein Flötentrio singen und spielen in unsere Herzen. Schaut euch den wunderschön hergerichteten Altarschmuck mit sorgsam gepflückten und gesteckten Wiesenblumen gemischt mit solchen aus dem eigenen Garten an. Das Heilige Abendmahl für die Entschlafenen als besonderer Höhepunkt, wohl noch nie in dieser Talschaft gefeiert, lässt uns die grenzenlose Liebe Gottes erleben. «Grazcha fich, a revair, bun viadi!» (vielen Dank, auf Wiedersehen, gute Reise!)


Es ist ein Ferienauftakt, wie er schöner nicht sein kann. Die nächsten Notizen werde ich nach meiner Rumänienreise am Wochenende des 16. – 18. August 2024 schreiben.