Woche 24 / 2024

11.06.2024

Die zweite Apostelversammlung in diesem Jahr gab uns Gelegenheit zum Austausch, zu angeregten Diskussionen und Abstimmungen und zur Stärkung des Einsseins untereinander.

Diese Zusammenkunft fand am Dienstag und Mittwoch statt. Neben Führungsthemen und organisatorischen Herausforderungen wird auch der Beschäftigung mit geistlichen Fragen genügend Zeit eingeräumt. In der Regel ist es ein gemeinsames Ringen um gute, zeitgemässe Antworten. 

Noch einmal ging die Reise am Donnerstagabend ins Zürcher Oberland. Die Gemeinde Rüti war für Apostel Reto Keller und mich in dieser Woche das Bethanien für unsere Seelen. Zusammen mit der Gemeinde erlebten wir in festlicher Gemeinschaft die Einkehr Gottes in unserer Mitte. Chor und Orchester unterstrichen unsere Empfindungen und das gewirkte Wort. Manches mir wohlbekannte Gesicht durfte ich wiedersehen und mich im Stillen freuen: Dank der Gnade Gottes konnten wir treu bleiben. Die Fahrt über Land nach Hause in der Abenddämmerung übertrug die friedliche Atmosphäre noch zusätzlich auf mich.

Wieder einmal bewahrheitete sich das Sprichwort: Der Mensch denkt, Gott lenkt. Das beste Programm ist Makulatur, wenn ein Flug annulliert wird. Eine halbe Stunde vor dem geplanten Abflug am Samstagmorgen kam die Meldung aufs Handy, dass der Morgenflug nach Wien nicht stattfindet. Sofort ging es zum Schalter, um wenigstens im Flug am frühen Nachmittag einen der wenigen noch freien Plätze zu erhalten. Gleichzeitig informierte ich Apostel Matthias Pfützner und bat ihn, an meiner Stelle den letzten Gottesdienst für die Station Linz-Urfahr zu halten und die Entwidmung der Versammlungsstätte vorzunehmen. Um ihn in der kurzfristigen Vorbereitung zu unterstützen, liess ich ihm meine Notizen zugehen.

Am Abend ergab sich die Gelegenheit, in das Erleben des Apostels und des Bischofs einzutauchen. Durch die Schilderungen konnte ich mich in das hineinversetzen, was sie am Nachmittag mit der Gemeinde zusammen erlebt hatten. Als Andenken erhielt ich einen Anhänger in Kreuzform mit gelben Holzperlen und in der Mitte einer blauen. Die blaue als Symbol für das einzelne Geschwister inmitten der Gemeinde, die Jesus gehört. Die mir übermittelten Fotos geben einen Einblick in das Erlebte.

Den zweiten geplanten Gottesdienst, am Sonntagmorgen in unserer Gemeinde Wien-Donaustadt, konnte ich wie geplant durchführen. Auch da ein besonderer Festtag. Bischof i.R. Jürgen Müller und seine Gattin Eva erhielten den Segen zu ihrem silbernen Hochzeitsjubiläum.
Gerne verweisen wir auf folgenden Link: Herzenssache - Gebietskirche Österreich (nak.at)

Es ist immer wieder ein Erlebnis, wie Chorlieder Impulse für die Predigt schaffen. Das durften wir neu erleben.

Vor dem Gottesdienst hatte ich noch eine Begegnung mit einer Frau, die sonntäglich gekleidet auf dem Fahrrad zur Kirche gefahren kam. Es stellte sich heraus, dass sie ein Gast war, der siebzehn Jahre lang an unserer Kirche vorbeigefahren war und sich eben an diesem Sonntag dazu entschlossen hatte, einmal einen Gottesdienst zu erleben. Gottes Liebe und seine Impulse geben uns wahrhaft so viel Grund zum Staunen und ihn dafür zu loben.

Als Andenken an die Gemeinde nehme ich eine Herzdose aus Porzellan mit dem Dekor «Wiener Rose» als ein spezielles Geschenk entgegen. Nach herzlicher Verabschiedung und einem «Pfiat eich!» geht es zurück nach Hause. Die neue Woche wartet mit neuen Begegnungen.