Woche 49 / 2023

05.12.2023

Von der Nordwestecke der Schweiz in die Nordwestecke Spaniens.
Nun ist die Bezirksapostelversammlung mit dem Ämtergottesdienst als Höhepunkt schon wieder Geschichte. Die Impulse aus dem Heiligen Geist aber wirken in der Gegenwart und für die Zukunft.

Am Montag heisst es bereits wieder früh aus den Federn kriechen. Kurz vor sechs fährt der Zug Richtung Effretikon, von wo wir zu dritt (BAH Deubel, Apostel Keller und ich) nach Stuttgart fahren, um uns in der Verwaltung der Gebietskirche Süddeutschland über deren Ausbildungsangebot zu informieren und gleichzeitig unser Angebot vorzustellen. NAK Süddeutschland: Akademie der Neuapostolischen Kirche Süddeutschland (nak-sued.de);
Aus- und Weiterbildung - Gebietskirche Schweiz (nak.ch)

Zusammen mit der süddeutschen Delegation (Bezirksapostel Ehrich, Apostel Rheinberger und Priester Kopp) vereinbaren wir eine Kooperation, bei der wir künftig Ressourcen unserer Nachbarn in Süddeutschland nutzen können. Zugleich tauschen wir auch Angebote und Unterlagen aus. Es ist ein wertvolles und lehrreiches Treffen.

Am Dienstag erleben wir in unserer Verwaltung die letzte Apostelversammlung dieses Jahres. Die Weitergabe von Inhalten aus der internationalen und der europäischen Bezirksapostelversammlung bildet dabei einen Schwerpunkt.

Nach vorgängigen Besuchen bei Geschwistern erlebe ich am Mittwoch in unserer Kirche Rheinfelden Gottesdienst mit den drei Gemeinden Rheinfelden, Stein und Liestal. Einmal mehr bin ich begeistert vom Verlangen der Brüder und Schwestern nach dem Heilsangebot unseres himmlischen Vaters. Die Festfreude über dieses gemeinsame Erleben strahlt aus vielen Augen. 

Erwartungsfroh besteige ich im winterlichen Schneetreiben am Samstagmittag das Flugzeug, das mich nach Madrid bringen wird. Die tiefen Temperaturen und der Schneefall machen ein Enteisen des Fliegers notwendig, bevor wir abheben. In Madrid treffe ich Apostel Camenzind und Bischof Alganza. Zusammen fliegen wir nach La Coruña, in die Provinzhauptstadt Galiziens im Nordwesten von Spanien. Der Bezirksälteste Fernando Docampo erwartet uns. Die Herzlichkeit der Begrüssung nimmt uns gefangen.

Das Programm startet gleich. Der Apostel und ich machen getrennt Besuche bei Geschwistern, die aufgrund ihres Gesundheitszustandes die Gottesdienste nicht mehr besuchen können. Es sind sehr emotionale Begegnungen, in denen Tränen fliessen und Worte überflüssig werden. Diese seligen Momente möchte ich nicht missen.

Es war ein langgehegter Wunsch des Bezirksvorstehers, dass wir uns einmal im Kreis der Geschwister aus dem ganzen Bezirk Noroeste zum Gottesdienst mit anschliessendem Zusammensein treffen. Dieses Anliegen konnte nun am Wochenende erfüllt werden. Aufgrund der mehrstündigen Anreise wurde der Beginn auf 11 Uhr festgelegt. Aus den beiden entferntesten Gemeinden Gijón (282 Kilometer) und Pontevedra (134 Kilometer), aber auch aus dem 35 Kilometer «nahen» Carballo reisten die Geschwister an.

Aus vollen Kehlen ertönt das Eingangslied: «Habla Señor, a mi alma». Es ist erster Advent, worauf der Altarschmuck hinweist. Der Chor bereitet dem Liebeswirken des Heiligen Geistes den Weg mit dem Gedanken «Es la casa un paraíso». So fügt sich alles zusammen zum Wunder des Gottesdienstes.

In diesem Gottesdienst wird ein Glaubensschwesterchen durch die Heilige Versiegelung in die Gemeinde hineingeboren und die Gemeinde La Coruña erhält ein vorgezogenes «Weihnachtsgeschenk» in der Ordination von zwei Diakoninnen. Kraftvoll singt der Chor das Schlusslied: «El Señor es mi luz». Dieses Licht scheint uns, begleitet und führt uns zum Ziel. Beim Mittagessen mit den Geschwistern kann noch so mancher Gedanke angesprochen werden; das Teilhaben an Sorgen, Anliegen, Freuden und Leiden verbindet uns.

Gerne verweisen wir auf folgenden Link: Maranatha, el Señor viene - Iglesia regional España (inaee.org)

Da spielt es keine Rolle, wenn die Flugzeuge Verspätung haben und sich die Heimkehr bis nach Mitternacht verzögert. Geistigerweise stehen wir nicht mehr am Anfang des Adventsgeschehens. Unser Herr kommt bald.