Vor 125 Jahren... (4)

16.12.2021

Harte Zeiten: Auch Betten halten nicht Allem stand...

Um 1900 kommt Stammapostel Krebs mit den Aposteln Sebastian, Wachmann und Hallmann nach Basel und hält einen Abendgottesdienst. Anschliessend begeben sich die Gäste mit dem Vorsteher in dessen Wohnung. Dort verteilt der Stammapostel die mitgebrachte, unerledigte Post unter die drei Apostel und gibt Anweisung, wie die Briefe zu beantworten seien. Schreibmaschinen gibt es noch keine, die Briefe werden von Hand geschrieben. Bis Mitternacht ziehen sich die Arbeiten hin. Dann legen sich die vier Apostel zur Ruhe. Der Vorsteher stellte das Schlafzimmer zur Verfügung, er und seine Frau nächtigen auf dem Küchenboden. Die vier Apostel teilen sich die zwei Betten. Gegen zwei Uhr nachts gibt es einen Knall: Unter der Last der Männer ist die Bettstadt zusammengebrochen. Der Stammapostel – ein Kurzschläfer – schlägt mit der flachen Hand auf die aus dem Leim geratene Bettlade und ruft: „Auf Brüder, an die Arbeit!“
Wohl eher schlaf- als wonnetrunken setzen sie sich wieder hin und fahren mit der für knappe zwei Stunden unterbrochenen Arbeit fort. Wer den Schaden bezahlt hat, ist nicht überliefert.


Bericht: jme. Bild: Gemeindearchiv Basel